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Gemeinde Alling  |  E-Mail: info@alling.de  |  Online: http://www.alling.de/

Geschichte

Doch die Geschichte Allings beginnt noch bevor Alling zum ersten Mal in einer Urkunde ( 802, d.h. während der Regierung Kaiser Karls des Großen) erwähnt wurde. Das Gebiet war schon in der Kelten- und Römerzeit mit Menschen besiedelt. Man findet noch heute Überreste der Viereckschanzen, die noch immer Zeugnis ablegen vom hohem Stand der Entwicklung. Solche Denkmäler findet man z.B. südlich von Holzhausen.


Aus der Zeit zwischen 1200 und 1400 muss der Wohnsitz eines urkundlich oftmals genannten Allinger Adelsgeschlechtes erwähnt werden, die Burg der „Edlen von Alling", auch die „Allinger" genannt. Die große Burganlage befand sich auf dem Plateau zwischen der jetzigen Pfarrkirche und dem westlich davon, heute mit hohen Bäumen bewachsenen Hügel. Die Edlen von Alling besaßen auf dem Burgstall eine Altarraumkirche, auf die das untere Geschoss des heutigen Kirchturms zurückgeht. Diese Kirche mit Friedhof wird bereits 1315 erwähnt. Sicherlich war Alling in das Geschehen des Sturmes der Ungarn irgendwie verwickelt. Bewiesen ist, das sich am 21. Und 22. September 1422 zwischen Alling und Puchheim die Schlacht zwischen dem Heer von Herzog Ludwig von Ingolstadt, dem Bärtigen, und dem Heer der Stadt München unter den Herzögen Wilhelm und Ernst, letzterer mit seinem Sohn Albrecht, ereignete. Das Münchener Heer konnte die Erstürmung verhindern und verfolgte die Gegner bis in die Allinger Flure. Dort vernichteten sie das feindliche Heer. Zum Dank für die Rettung seines Sohnes Albrecht aus feindlichem Hinterhalt ließ Herzog Ernst im Weiler Hoflach die noch heute bestehende Kapelle mit Benefiziantenhaus erbauen und ausgestalten. Das wahrscheinlich um 1425 bis 1430 gemalte Fresko, ist ein Dokument, in dem die Historiker wichtige Informationen aus dieser Zeit finden. Aus dieser Zeit stammt wohl auch die älteste Einwohnerliste Allings. Es handelt sich dabei um die Aufstellung von 48 Familienvorständen. Bei genauem Lesen der Liste findet man Namen, die heute noch Allinger Familiennamen sind.


Ebenfalls ist dokumentiert, dass Alling zu dieser Zeit die größte und wohl auch wohlhabendste Gemeinde des gesamten Gerichtsbezirks darstellte. Wohl auch wegen dieses Reichtums hatte die Gemeinde Alling schon eine eigene Schule, während die Kirche keine unterhielt.


Im Dreißigjährigen Krieg war Alling sicher nicht von den Kriegsschrecken verschont, dokumentiert ist aber nichts. Vermuten muss man, dass auch in Alling die Pest herrschte.


In den Napoleonischen Kriegen wurde auch Alling zu Kriegsdienstleistungen herangezogen. Zumindest ist dokumentiert, dass Ende Mai 1809 Alling mit Germannsberg 180 Pferde und dann im Juni nochmals 2400 Vorspannpferde zu stellen hatten. Außerdem mussten für Hunderte Soldaten und österreichische Kriegsgefangene Quartierleistungen erbracht werden.


Eine Steuerliste von 1837 bezeugt, dass zur politischen Gemeinde Alling die Altortschaft Alling und die Weiler Hoflach, Holzkirchen, Germannsberg und Nebel mit insgesamt 84 Anwesen gehörten.


In den kommenden Jahrzehnten ist die Dokumentation über die Ereignisse in und um Alling reichhaltig, auf die hier aber aus Platzgründen nicht eingegangen werden kann. Einige wenige Beispiele hier noch. Im Jahre 1905 gab es bereits 14 Haushaltungen im unteren Allinger Moos, und diese aus vier Häusern bestehende Siedlung erhält durch den Prinzregenten Luitpold von Bayern den offiziellen Namen „Eichenau". 1917 durch königliches Dekret bestätigt. 1917 erfasst die Volkszählung von Alling insgesamt 702 Personen. Ab 1 Oktober 1912 wird Alling mit elektrischem Licht versorgt.

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